DVB (Digital Video Broadcasting)

Die digitale Aufnahme und Bearbeitung

Der Weg vom PVA-Format oder MPEG2-TS-Format zum synchronen MPEG2-PS-Format

  

Die digitale Aufnahme mit einer DVB-PCI-Karte im MPEG2-AC3-Format

 

Programme

WatchTVPro von Michael Hepp (Die Version 2.07 ist Freeware)

PVACut von Michael Tirtasana

DVD2AVI_PVAView von Michael Ring

DS.JAR von Matthias Müller (dvb.matt)

DS.JAR ist ein Java-Programm. Zum Ausführen unter Windows braucht man die aktuelle "Java2 Runtime Standard Edition" von Java.Sun.Com.

 

Java2 Runtime Standard Edition (kostenlos)

 

Aufnahme

Die Aufnahme im MPEG2-AC3-Format wird durch die Herstellersoftware nicht unterstützt und man kann sie ruhig beiseite legen. Aus diesem Grund muß man zu einer anderen DVB-Software greifen. Die bekanntesten Programme, die auch eine Aufnahme in Dolby Digital AC3 unterstützen, sind wohl WinDVBLive2000 aus dem Hause ODSoft Multimedia und WatchTVPro von Michael Hepp. In der Demoversion von WinDVBLive2000 ist eine Aufnahme in Dolby Digital AC3 nicht möglich. Die Vollversion von WinDVBLive2000 zeichnet zwar die Daten direkt im MPEG-AC3-Format auf, doch leider werden dabei auch neue PTS-Timing-Informationen geschrieben. Das ist nicht von Vorteil um einen synchronen MPEG2 Stream zu bekommen. WatchTVPro schreibt zusätzlich zum normalen PVA Stream auch noch einen separaten AC3 Stream.

Noch zu sagen ist, daß WinBVDLive2000 und WatchTVPro nur mit Karten von TrechnoTrend und allen baugleichen Modellen wie zum Beispiel Hauppauge WinTV-Nexus-s, Hauppauge WinTV-DVB-s, TechniSat SkyStar 1, Fujitsu-Siemens PCI DVB SAT oder Galaxis DVB Card S CI zusammen arbeitet.

In den Einstellung (hier WatchTVPro) sollte wie in den Grundlagen erwähnt das PVA-Format ausgewählt werden.

ganzes Fenster der Einstellungen (GIF256 22.367 Bytes)

Zusätzlich sollte unter {Optionen} eine maximale Dateigröße von 4 Gigabyte eingestellt werden, da viele Zusatz- und Dekoderprogramme nicht mit mehr als 4096 Megabyte umgehen können. Ein Festplattenspeicher von 4 Gigabyte reicht für ungefähr 2 Stunden Film. In den AC3 Sound Einstellungen von WatchTVPro muß noch {Aufzeichnen} und {RAW} aktiviert werden. Unter {Aufzeichnungspfad / Auswählen} kann noch der Aufnahmeort eingestellt werden.

ganzes Fenster der Einstellungen (GIF256 22.367 Bytes)

Warum im RAW-Format aufnehmen? Sollte die Aufnahmekapazität von 4096 Megabyte überschritten werden, so fängt WatchTVPro eine neue Datei an. Da der AC3-RAW Stream nicht direkt geschnitten wird, muß man im Fall von mehreren Dateien diese mit dem MS-DOS Befehl {copy/b file1.raw+file2.raw+file3.raw gesamt.raw} zusammenfügen.

Nach der Auswahl des Senders kann nun die Aufnahme gestartet werden. Nach stoppen der Aufnahme hat man dann einen AC3-RAW Stream und einen MPEG2 Stream im PVA-Format auf der Festplatte.

 

Filmschnitt

Mit dem Programm PVACut von Michael Tirtasana kann man den PVA Stream schneiden, um eventuell vorhandene Werbung zu entfernen. Um die PTS-Timing-Informationen nicht zu verlieren müssen noch ein paar Einstellung gemacht werden. Zum einen sollte man nur an I-Frames schneiden und zum anderen sollen keine neuen PTS-Timing-Informationen erstellt werden. Also {Cut at I Frames (GOP) only} aktivieren und {Calculate new PTS Time for new pva file} deaktivieren. Der AC3-RAW Stream wird so gelassen, wie er ist.

Jetzt einfach die Segmente selektieren und mit {Insert} einfügen. Danach mit {SaveAs} einen neuen PVA Stream erstellen.

 

Konversion

Um die Daten in ein konformes DVD-Format zu bekommen, müssen die Daten konvertiert werden. Leider kommt das Programm PVAStrumento von Wiljo Heinen nicht mit AC3 Streams zurecht. Das Programm DS.JAR von Matthias Müller (dvb.matt) erfüllt einen ähnlichen Zweck und kommt auch mit AC3 Streams zurecht. Erstaunlich wie hoch die Performance trotz Java ist.

Spezielle Einstellungen müssen in DS.JAR nicht gemacht werden. Unter {files} wird der PVA Stream und der AC3-RAW Stream ausgewählt. Das Programme wird dann unter {main} durch drücken auf {Go!} gestartet. Heraus kommt dabei ein MPEG2-ES Videostream, ein MP2-ES Audiostream und ein geschnittener AC3 Audiostream.

 

Abschluß

Die entstandenen Audio- und Videodaten können jetzt einem Authoring-Tool zugeführt werden.

Zur Zeit senden nur zwei Fernsehsender (ProSieben und Premiere) ihre Programme zusätzlich im AC3-Format. Der MPEG2 Stream hat eine Auflösung von 720x576 (Premiere auch noch andere Auflösungen) und ist somit eigentlich nur für die Herstellung von DVDs oder AVI-AC3-CDs geeignet. Soll eine (Super)VideoCD erstellt werden, kann man auf die Aufnahme in Dolby Digital AC3 verzichten, da nur sehr wenige (eigentlich keiner) DVD-Player (Super)VideoCDs mit Dolby Digital AC3 abspielen.

Alle möglichen DVB-Auflösungen und ihre Reduktion (resize):

Die Auflösung wird abhängig vom Ausgangsmedium wie folgt geändert: VCD 352x288, SVCD 480x576, DVD 720x576 oder 704x576, AVI 768x576 (Square)

 


Autor Lucike - Unterstützung im Forum

(Stand 21. Januar 2003)